Direkt zum Hauptbereich

Wie bekomme ich das mit dem Rhythmus hin?

In Unterricht mit neuen Schülern fällt mir immer wieder auf, dass einigen Leuten das Nachspielen von Rhythmen sehr leicht fällt. Sie können dann oft auch gut das Tempo halten und haben ein ausgeprägtes Gefühl dafür, wann ein Takt oder eine Strophe vorbei ist.

Bei anderen ist genau das eine große Hürde. Für sie sind Rhythmen unverständliche, unerklärliche Zauberdinge, die sich ihrem natürlichen Gespür zu entziehen scheinen. Doch mit den richtigen Übungen lässt sich der Zugang zur eigenen Rhythmik finden. Denn - und davon bin ich überzeugt - jeder der sprechen kann, hat auch ein Verständnis für Rhythmus.

Hier ein paar grundlegende Übungen dazu.

Im ersten Schritt versuche ich dem Schüler zu zeigen, dass er schon mit vielen Rhythmen vertraut ist. Dazu überlegen wir uns bekannte Sprüche, Gedichte oder Kinderlieder. Zum Beispiel:

Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen.

Nachdem man den Rhythmus ein paar mal gesprochen hat, besteht der zweite Schritt darin, diesen auf die Hand zu übertragen. Während man spricht, klatscht man dazu im selben Rhythmus in die Hände oder zupft eine Saite auf der Gitarre an. Hier ergibt sich oft schon das erste Aha-Erlebnis für den Schüler.


Man kann diese Rhythmen dann auch mit Akkorde spielen oder mit den Tönen einer Tonleiter. Probiere es aus, da kommt schon eine Menge interessanter Musik dabei raus!

Das Metronom

Um ein Gefühl für genaues Timing zu entwickeln, sollte man mit einem Metronom arbeiten. Ganz zu Beginn sollte man üben, immer wenn das Metronom KLICK macht in die Hände zu klatschen. Das zu erlernen bedarf bei einem Anfänger manchmal schon ein wenig Zeit. Ob man genau trifft erkennt man übrigens daran, dass der Klick scheinbar verschwindet.  Ich habe euch eine Stelle aus einem meiner Videos verlinkt, wo ihr den Effekt des verschwundenen Metronoms anhören könnt (hier klicken).


Rhythmik lernen & Noten lesen

Als letzten aber fundamental wichtigen Schritt sehe ich es, dem Schüler verschiedene rhythmische Unterteilungsmöglichkeiten beizubringen. Denn ein stetiger Rhythmus wie da Klicken eines Metronoms ist nicht sonderlich interessant. Ich habe eine einfache Möglichkeit gefunden, meinen Schülern die Notenwerte beizubringen. Anstatt mit Zahlen arbeite ich mit der Aussprache von Getränken.
Notenwerte lernen durch Getränke
Im Unterricht mit Lisa habe ich die Notation von Rhythmen und die sprachliche Unterteilung geübt. Schau dir das Video an, um mehr über Notenwerte und Notenlesen zu lernen:
Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder sein Rhythmusgefühl enorm verbessern kann. Es ist nur eine Frage der richtigen Übung. Gib nicht auf und bleib dran. Bei Fragen zum Thema kannst du mir jederzeit schreiben!

Und jetzt viel Spaß beim Üben, euer Sebastian

Kommentare